Wir haben uns den Sonntag für euch zu Herzen genommen, um auf eure Fragen einzugehen! Dabei werden wir ein Rund-um-Griff von der Anmeldung, über die Waves, bis hin zu den Robots machen. Alles was ihr schon immer wissen wolltet, findet ihr hier. Eine englische Erklärung hat bereits Google selbst, doch wir möchten das gerne noch ein wenig aufdröseln. Lass uns eine Tour durch Wave machen.
Google Wave ist eine Mischung aus E-Mail, Chat und Wiki. Genau beschreiben, lässt es sich wahrscheinlich nur mit Bildern.
Ist Google Wave kostenlos?
Ja, ohne das würde es wohl kaum so eine Nachfrage und Ansturm auf die Google Server geben. Wir denken auch nicht, dass es in Zukunft was kosten wird, weil Google alles gegen kostenlos macht.
Wie sieht es bei Google Wave mit dem Datenschutz aus?
Bei Google allgemein heißt es, dass erstmal alle Daten gespeichert wird. Was Google mit den Daten macht, ist sie auszuwerten und zu archivieren, angeblich für die Nachwelt. Außerdem teilt Google die Daten mit dritten Unternehmungen, die den Service (z. B. die Server oder Erweiterungen) bereit stellt. Google selbst sagt, dass man auf seine Daten aufpassen sollte und nicht so viel von sich preisgeben sollte.
Wann ist Google Wave der richtige Anwendungsfall?
Im Augenblick ist Google Wave nur für die junge Benutzergruppe sowie die Entwickler interessant. Wenn du also keine Lust auf technische Probleme und Unstimmigkeiten hast, solltest du besser die Finger davon lassen. Da im Moment auch weniger als 1000 deutsche Benutzer angemeldet sind, ist es auch nicht zu empfehlen, den Service als tägliches Allein-Kommunikationsmittel zu sehen.
In späterer Zukunft aber soll Google Wave die E-Mail und später auch Chats und Wikis ablösen. Große Pläne, wenn man bedenkt, dass Google die größte Suchmaschine der Welt ist und daher auch großes Kapital beherbergt. Über den derzeitigen Stand “Preview” (Vorschau) kann man aber ableiten, dass noch viele Features hinzukommen und entfernt werden, daher Wave zurzeit für das redundante, kollaborative Arbeiten ungeeignet ist.
Im Moment benötigt man eine Einladung, um an Google Wave teilzunehmen. Das wird sich – so schätzen wir aus Erfahrung – bis zur Beta nicht ändern.
Wie komme ich an Einladung, um Andere einzuladen?
Die letzten Einladungen gingen letzte Woche raus, waren nur für Sandbox-Benutzer und waren nur streng limitiert. Wir glauben, dass Google nochmal diese Woche Einladungen verschickt. Diese landen dann wie gewohnt in der Inbox eures Wave-Accounts.
Woher bekomme ich eine Einladung für mich?
Diese Frage können wir leider nur mit Twitter beantworten. Wenn du genügen Freunde (Follower) hast, kannst du die ja mal fragen, ob sie für dich eine Einladung über haben. Wir können dich leider nicht einladen, versuchen aber schon, an Google heranzutreten.
Wie lange dauert es, bis die Einladung in meinem E-Mail-Postfach landet?
Der Erfahrung nach 4-7 Tage. Das kann wirklich sehr stark variieren, aber spätestens nach einer Woche solltest du etwas von wave-noreply@google.com im Postfach haben. Also gedulde dich einfach ein wenig, deine Freunde haben dich sicher nicht vergessen.
Was ist Google Wave Sandbox und wie komme ich da dran?
Die Sandbox ist quasi der Sandkasten für Entwickler, wo sie testen können und nichts kaputt machen können bzw. einen schnelleren Server haben. Entwickler ist in diesem Fall für Erweiterungen und Robots gedacht, da die neue Features in Google Wave einbauen. Die haben sich vorher über dieses Formular beworben und 20.000 von ihnen wurden auch eingeladen.
Das Interface von Google Wave ist intuitiv aufgebaut, lässt aber viel Raum für eigene Ideen. Auf der linken Seite findet man die wichtigsten Punkte: Die Ordner, die Kontakte und die Suchen sowie die häufig benutzten Dinge. In der Mitte findet sich die aktuelle Ordner-Ansicht. Dort findet man Waves, die sich im jeweiligen Ordner befinden. Rechts ist dann die geöffnete Wave, bei dem man dann den Inhalt der Wave sehen kann.

Was ist so neu am Interface?
Es gibt viele Neuerungen, die Wave ausmachen.
Die erste ist, dass es sich wie ein eigenes Betriebssystem benutzen lässt. Sowohl Maximieren, als auch Minimieren und Wiederherstellen ist möglich. Somit kann man die Anordnung der Fenster ändern. Die Anordnung wird aber aktuell nicht gespeichert.
Die zweite Neuerung ist die wohl beste: Man sieht die Benutzer live tippen und kann sofort darauf reagieren. Somit wird man beim gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten nicht mehr gestört und hat trotzdem die Möglichkeit, eigene Ideen beizusteuern.

Welche Funktionen bietet mir das Interface?
In einem Ordner hat man die Auswahl zwischen “Archive”, “Mute”, “Inbox”, “Spam!”, “Read”, “Unread” und “Trash”.
Archive bietet die Möglichkeit, die Wave in den Ordner “All” zu verschieben und die Wave zu archivieren. Damit schlummert sie nicht ständig in der Inbox herum.
Mute ignoriert die Welle und verschiebt die Wave automatisch in den Ordner “All”. Damit wird nicht ständig angezeigt, wenn es neue Blips (Beiträge) gibt.
Inbox verschiebt die Wave zurück in den Posteingang bzw “Inbox”.
Spam! verschiebt die Wave dauerhauft in den Ordner “Spam”, bis dieser Vorgang wieder aufgehoben wird.
Read markiert alle Blips in der Wave als gelesen, Unread ist genau das Gegenteil.
Trash verschiebt die Wave in den Mülleimer und/oder entfernt einem aus dem Wave. Wenn man selbst Besitzer der Wave ist, so wird diese aufgelöst.

Außerdem hat man über dem Ordner die Möglichkeit, innerhalb des Ordners nach einer Wave zu suchen (auch nach Waveinhalten oder Tags) oder eine Neue Wave anzulegen, bzw. unter der Ordneransicht die Suche zu sichern für spätere Suchen (findet sich dann in der linken Sidebar wieder). Die grüne Elipse zeigt, wieviele Blips ungelesen sind. Außerdem zeigt es einen Teil des Inhalts, das Datum/Uhrzeit sowie den Titel der Wave ein.
In einer Wave hat man etwa die selben Auswahlknöpfe, nur dass die Funktionen “Playback” und “Reply” hingekommen sind.
Playback ist das wohl beste neue Feature, welches selbst in der Wikipedia großen Anklang finden dürfte. Man sieht nämlich haargenau vom ersten bis zum letzten Blip
wurden. Damit hat man einen kompletten Ablauf eines Zeitstrahls und kann jeden Vorgang genau nachvollziehen, jeden Rechtsschreibfehler und jede Bearbeitung – wie eben in der Wikipedia.

Reply bedeutet soviel wie antworten und sollte sich selbst erklären.
Über der aktuellen Wave sieht man alle Teilnehmer einer Wave und man kann einen neuen Benutzer hinzufügen oder entfernen. Sich selbst kann man entfernen, indem man auf “Trash” klickt (siehe oben).
Wie bereits berichtet, kann man mit den Schnell-Funktionen (Shortcuts) seine Arbeit noch effektiver und schneller gestalten, um von a nach b kommen.
Im Blip selbst sieht man (wie o. g.), wenn Benutzer live etwas editieren und Neues hinzufügen. Außerdem hat man die Möglichkeit, über ein kleines Menü (dieser Pfeil nach unten), auf den Blip zu antworten (Reply to this message) oder privat zu antworten (Private reply), den Blip zu bearbeiten (Edit this message) oder antworten auf diesen Blip zu verstecken (Hide all replies), sowie den Blip in eine neue Wave zu übernehmen (Copy to new wave) oder den Blip zu löschen (Delete).
Unter der Wave sieht man dann noch die Tags, die die Wave schneller wiederfinden lassen und in Themen einordnen. Man kann sie entfernen oder hinzufügen oder beim klick darauf weitere Waves mit diesem Thema suchen. Der Files-Button ist leider derzeit nicht in Benutzung, soll aber alle Dateien oder angehängte Dateien in einer Wave walten lassen können.
Zuletzt möchten wir gerne noch auf Funktionen eingehen, die in einem Blip verwendbar sind und von Haus aus mitgebracht werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Die Standard-WYSIWYG-Funktionen wie fett, kursiv, unterstrichen, durchgestrichen, Schriftgröße, Schriftart, Schriftfarbe, Schrift-Hintergrundfarbe, Überschriften, Stichpunkt-Listen, Formatierungsoptionen, Links und Anhänge sind dabei. Um aber nicht nach ewig langen Links suchen zu müssen, hat Google gleich seine Suche für Web, Bilder, Blogs, Bücher, Shopping und Videos integriert.

Wenn man dann auf das Puzzle-Symbol klickt, soll man eine URL eingeben. Eine URL eines XML-Gadgets. Wir haben euch ja bereits eine Liste der besten Erweiterungen veröffentlicht, also probiert mal ein wenig rum.
Der vorletzte Knopf ist der für einfache Ja-Nein-Vielleicht-Umfragen. Das soll es einfach machen, Stimmen schnell und ohne große Eingaben zu erfassen.
Der letzte Button ist für Google Maps – also einfach Kartenmaterial von der ganzen Welt einbinden. Dabei stellt sich das Tool genau so einfach vor, wie das Bekannte von der Google-Homepage. Einfach Ort eingeben, und schon habt ihr eine Map in eurer Wave.
Als letztes noch die versteckten Features. Gibt man Links ein, werden diese automatisch erkannt und verlinkt. In Zukunft soll dann auch der Titel des Links angezeigt werden. YouTube-Links werden als solche erkannt und man hat die Möglichkeit, das Video direkt in die Wave einzubinden.
Außerdem verfügt Google Wave über ein aufwendiges Rechtschreibprogramm, welches automatisch über die Google-Suchmaschine nach dem Begriff sucht und versucht, Rechtschreibfehler zu korrigieren. Sollte man ein Wort falsch eingeben haben, so wird ein kleiner Pfeil angezeigt und man kann das Wort auswählen, wie es richtig geschrieben wird.
Desweiteren kann Google Wave Dateien und Bilder automatisch erkennen und direkt in einer Lightbox-Applikation darstellen. Dazu zieht man einfach das Bild/die Datei per Drag-and-Drop in den HTML5-fähigen Browser und schon ist es im Web in der Wave. Selbst mp3-Dateien werden erkannt, aber leider fehlt dafür noch der Player.
Wenn man eine Wave öffentlich machen will, also den Link weitergeben will und jeder sich eintragen kann, der Wave hat, gibt es die Möglichkeit, einen Bot in die Wave zu holen. Dieser Bot mit der Adresse public@a.gwave.com wird über das Kontakte-Fenster hinzugefügt (indem man Enter drückt) und dann in der Wave noch extra einfügt. Danach sollte die Wave für jeden Zugänglich sein. Damit sie auch von jedem in der Suche gefunden wird, muss man noch als Tag “with:public” eingeben (ohne Anführungszeichen).
Natürlich konnten wir mit diesem Artikel nicht alle Fragen beantworten, aber die wichtigsten. Melde dich doch einfach in den Kommentaren, wenn du noch keinen Wave-Account hast und Informationen brauchst (bitte keine Fragen nach Invites!).
Solltest du schon einen Account haben, kannst du einfach dieser Wave beitreten und dort nachfragen. Das ist die Wave für deutsche (Twitter-)Benutzer, die anderen beim Einstieg helfen.
Wenn du Bugs gefunden hast, gibt es auch eine Wave dafür.
Viel Spaß weiterhin mit Google Wave und einen guten Einstieg wünscht dir dein WaveInside-Team.
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RT @WaveInside InsideSunday: Häufige Fragen rund um Google Wave | Wave Inside http://bit.ly/w3tjY
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Wave Rechtestrucktur,
gibt es die Möglichkeit bei einer öffentlichen Wave, bestimmte blips nur einer individuellen Benutzergruppe zugänglich zu machen ?
Grüße
Nette deutsche Anleitung für #Google #Wave gefunden. http://bit.ly/2MB12F
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Häufige Fragen um Google Wave: http://bit.ly/Q6l9d
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RT @fctberlin Nette deutsche Anleitung fuer #Google #Wave gefunden. http://bit.ly/2MB12F
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